Heiligenröder beim Ironman in Klagenfurt

Zeitgleich mit der Ironman-Veranstaltung in Frankfurt wurde in Kärnten der Ironman Austria ausgetragen. Während in Frankfurt 2.300 Teilnehmer an den Start gingen, waren es in Klagenfurt sogar 2.600 Triathleten, die sich um 7 Uhr früh in die Fluten des Wörthersees stürzten und damit den Wettkampf aufnahmen. Einen Wettkampf, der alles von den Teilnehmern abforderte, denn es ging darum 3,8 km zu schwimmen, 180 km Rad zufahren und 42,195 km zulaufen. Um dies zu bewältigen muss man sich monatelang gewissenhaft vorbereiten, jede freie Minute zum Trainieren nutzen und ein Jahr vorher anmelden. Denn diese Wettbewerbe sind trotz der damit verbundenen Strapazen begehrt und die Meldelisten schnell voll.
Einen Startplatz sicherte sich Wolfgang Schier. Schon 2008 in Frankfurt kürte er sich das erste Mal zum Ironman. Diesmal wollte er es in Österreich probieren. Gut vorbereitet, reiste er vergangene Woche in das schöne Kärntner Land, besichtigte Stadt und Strecken. Es konnte losgehen! Am frühen Sonntagmorgen dann aufstehen , frühstücken und alles zusammensuchen was man an einem solchen Tag braucht. Verabschiedung von seiner Frau und Betreuerin Susanne und dann rein ins 22 Grad warme Wasser. Den 3.800 Meter langen Dreieckskurs vom Strandbad absolvierte er in 1:39 Stunden. Dann ging es auf die Radstrecke, zwei Runden bis zum Faaker See, bei hohen Temperaturen und aufziehenden Regenwolken. Am Anfang lief es wie geschmiert, die Streckenabschnitte wurden von ihm zwischen 32 km/h und 41 km/h gefahren, ab Kilometer 120 musste er das Tempo rausnehmen, aber insgesamt blieb er mit einer Radzeit von 5:27 Stunden sehr gut im Plan. Mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 33 km/h verbesserte er sich von Platz 2114 auf Platz 1341. Zwischenzeitlich hatte der Regen eingesetzt, der brachte aber keine Abkühlung, denn es wurde schwül-warm. Dies war nicht gerade förderlich für das Laufen, schon gar nicht, wenn man 42 km laufen will. Vier Runden durch Klagenfurt galt es zu absolvieren, 100.000 Zuschauer feuerten ihn und die anderen an. Die erste Hälfte des Marathonlaufes rannte Wolfgang im 6er Schnitt, dann pendelte sich das Tempo bei einem 7er Schnitt ein. Nach 4:37 Stunden erreichte er die Ziellinie am Strandbad von Klagenfurt, nach 12:02:35 Stunden war er wieder ein Ironman. Mit Platz 1283 hat er 831 Konkurrenten nach dem Schwimmen überholt, eine sagenhafte Leistung auf die er und auch wir sehr stolz sein können. Herzlichen Glückwunsch Wolle!!!